Was ist eigentlich…?

Machen statt machen lassen, so könnte man – sehr frei – Partizipation übersetzen. Ursprünglich geht der Begriff auf das lateinische „particeps“ zurück, was so viel wie „teilnehmend“ bedeutet. Darunter versteht man die Beteiligung, Mitwirkung und Einbeziehung von Menschen, und zwar genau dann, wenn es um Entscheidungen geht, die ihr Leben beeinflussen. Partizipation trägt dazu bei, dass man seine Erfahrungen und eigenen Vorstellungen in etwas Gemeinsames einbringen kann. Gleichzeitig übernimmt man auch Verantwortung für den Erfolg des Projektes. Dabei ist es ganz gleich, wie alt diese sind. So werden bereits in ausgewählten Kindertagesstätten die Kleinen um ihre Meinung gebeten, wenn zum Beispiel ein neuer Beschäftigungsraum gestaltet werden soll. Bei großen Projekten wie „Schlaatz 2030“ können die Bürger:innen Wünsche und Ideen in die Pläne einbringen, die die Zukunft ihres Stadtteils bestimmen.

Der Plan der Pläne: Das Wort „Masterplan“ wird vor allem im Bereich der Stadtplanung verwendet. Also dort, wo man Stadtteile oder eine ganze Stadt verändern oder erweitern möchte. Wie, wo und was hier passieren soll, gibt der Masterplan vor – als übergeordnetes Ziel, als großes Ganzes, als Motto für das Stadtprojekt. So hat sich zum Beispiel die Stadt Potsdam mit ihrem „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2050 sollen die Treibhausgase fast auf null gesetzt werden und auch der Energieverbrauch der Potsdamer:innen soll sich drastisch verringern. Auch für den Schlaatz soll ein großer Plan entwickelt werden, der vorgibt, wie der Stadtteil in Zukunft aussehen soll.

Der Begriff Sanierung dürfte vielen bekannt sein. Dabei wird meistens ein Gebäude von innen und außen repariert oder auch moderner gestaltet. Ziel ist es, das Leben der Bewohner:innen zu verbessern und das Gebäude selbst fit für die Zukunft zu machen. Bei einer energetischen Sanierung gilt als zusätzliches Ziel der baulichen Arbeiten: der künftige Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und auch Lüftung soll verringert werden. Das erreicht man durch eine besondere Dämmung der Wände, sowohl außen als auch innen, durch den Einbau neuer Heizungsanlagen und moderner Fenster. Doch nicht nur ein Haus, auch ein ganzer Stadtteil ganz energetisch saniert und somit der Energieverbrauch im ganzen Kiez reduziert werden. Das erreicht man zum Beispiel durch den Einsatz von umweltfreundlichen Verkehrsangeboten, zu Fuß erreichbare Einkaufsmöglichkeiten sowie Schulen und Kitas vor Ort.

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