Der Weg zur „Modernen Heimat Schlaatz“

Das Ziel ist klar: Der Schlaatz soll schöner werden. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Welche Schritte bislang in diese Richtung getan wurden, lesen Sie hier.

September

Das „Bündnis am Schlaatz“ lobt einen Wettbewerb zur Erstellung eines Masterplans „Schlaatz 2030“ aus.

Februar

Zukunftslabor: Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, der ansässigen Wohnungsunternehmen und sozialen Einrichtungen, die Revierpolizei, Streetworker sowie engagierte Bewohnerinnen und Bewohner des Schlaatz diskutieren an drei Tagen im Februar im Bürgerhaus Schlaatz Themen und Schwerpunkte für den Stadtteil. Zum Zukunftslabor Schlaatz_2030 eingeladen hatten die Mitglieder des im vergangenen November geschlossenen „Bündnis Am Schlaatz“. Ziel des Zukunftslabors ist es, im Rahmen des anstehenden Masterplanverfahrens einen gemeinsamen Auftakt mit verschiedenen im Schlaatz tätigen Akteuren zu finden. In drei Workshops erarbeiten die Teilnehmer:innen unterschiedliche Zukunftsszenarien, um sich anschließend auf ein favorisiertes Zukunftsmodell zu einigen. Das Ergebnis wird unter dem Leitbild „Moderne Heimat Schlaatz“ zusammengefasst.

Im ersten Workshop erarbeiten die Teilnehmer Einfluss- und Schlüsselfaktoren, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Dazu gehören Aspekte wie Nachbarschaft, Begegnung und Treffpunkte, die Versorgung mit sozialem Wohnraum, aber auch die Teilhabe und Chancengleichheit für alle Bewohner des Stadtteils. Im zweiten Workshop werden für all diese Komponenten mögliche Zukünfte erarbeitet, am dritten und letzten Workshop-Tag schließlich die letzten Schritte für unterschiedliche Zukunftsszenarien , um sich anschließend in einem breiten Konsens auf ein favorisiertes Zukunftsmodell zu einigen.

Mai

Stadtteilwanderung mit dem Oberbürgermeister: Begleitet wird Mike Schubert von Vertretern des Arbeitskreises StadtSpuren. Während des Spaziergangs haben Bürger:innen die Gelegenheit, sich mit ihren Anliegen direkt an das Stadtoberhaupt zu wenden. So wird kritisiert, dass viele Flächen durch Müll und Hundekot verdreckt würden. Mit der Umgestaltung des Hofes am Biberkiez habe der Durchgangsverkehr und die damit verbundenen illegalen Sperrmüllablagerungen immerhin schon deutlich gesenkt werden können, so die Vertreter von StadtSpuren. In Zusammenarbeit mit der Stadtentsorgung Potsdam (STEP), dem Ordnungsamt und dem Grünflächenamt wolle man verstärkt gegen die Vermüllung des Stadtteils vorgehen.

Auch die Schaffung neuer Wohngebäude im Stadtteil wird angesprochen. Manche Bürger zeigen sich besorgt, dass bei einer Verdichtung des Schlaatzes die Aufenthaltsqualität der Freiräume leiden könnte. Oberbürgermeister Schubert versichert, dass die Bürger in den weiteren Planungsprozess mit eingebunden werden.

Die Vertreter der Wohnungsunternehmen legen dar, dass der Neubau die Schaffung von neuem, aber auch differenzierten Wohnraum ermöglichen würde. So könnte man Jung und Alt, Familien und Singles die passenden Wohnungen bieten. Pläne für Neubauten und Aufstockungen gebe es derzeit jedoch nicht. Die ProPotsdam bereite die Sanierung der ersten 177 Wohnungen am Binsenhof 2-8, dem Bisamkiez 2-6 und dem Wieselkiez 6 vor.

November

„Bleiben wollen statt bleiben müssen“: Die am Schlaatz ansässigen Wohnungsunternehmen des Arbeitskreises StadtSpuren, die kommunale ProPotsdam sowie die Wohnungsgenossenschaften pbg, „Karl Marx“ und PWG 1956 und die Stadtverwaltung haben die Kooperationsvereinbarung „Bündnis am Schlaatz“ unterzeichnet. Die Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen bei der sozialverträglichen und klimaneutralen Weiterentwicklung des Schlaatz bis 2030. In der Kooperationsvereinbarung sind elf Aufgaben formuliert, die die gemeinsamen Vorhaben beschreiben. Dazu gehören zum Beispiel die Erarbeitung eines integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) und integrierten Masterplanverfahrens genauso wie die Aufwertung der öffentlichen und privaten Freiräume und Verkehrsflächen sowie die Modernisierung des Wohnungsbestands ohne Verdrängung der derzeitigen Anwohnerschaft. Zudem sollen eine vielfältige Nutzungsmischung erreicht und neue Arbeitsmöglichkeiten im Stadtteil geschaffen werden.

„Bleiben wollen statt bleiben müssen“ – unter diesem Motto möchte das Bündnis am Schlaatz Folgendes schaffen:

•             einen zukunftsorientierten und modernen Stadtteil

•             eine Vielfalt an Lebensperspektiven

•             eine hohe Wohnqualität,

•             eine bedarfsgerechte Infrastruktur und

•             diskriminierungsfreie Lebensbedingungen.

Mai

Akteurskonferenz I: Auf Einladung der Landeshauptstadt Potsdam und in Kooperation mit dem Arbeitskreises StadtSpuren treffen sich alle jene Akteure , die mit dem Schlaatz in irgendeiner Weise zu tun haben. Angefangen bei den unterschiedlichen Fachbereichen der Verwaltung über die Wohnungsunternehmen des Arbeitskreises bis hin zu den sozialen Trägern. Aber auch die Energie und Wasser Potsdam GmbH und Stadtentsorgung Potsdam GmbH beteiligen sich an der Diskussion zur Zukunft des Stadtteils. Ziel dieser Konferenz ist es, die Umsetzung des derzeit in Bearbeitung befindlichen Verstetigungskonzeptes im Rahmen des Programms Soziale Stadt mit den darin aufgestellten Zielsetzungen anzugehen und die Maßnahmen zu konkretisieren, aber auch Ergänzungen vorzunehmen. Dieses Integrierte Entwicklungskonzeptes fungiert als Rahmen für die Koordinierung der fachübergreifen Herausforderungen. Die Akteurskonferenz dient zum gemeinsamen Austausch über die aktuellen Probleme und zukünftigen Herausforderungen und soll die für eine integrierte Umsetzung notwendigen Stellen und handelnden Akteure vernetzen.

Die bereits zusammengetragenen Zielstellungen und Maßnahmen für die integrierte Entwicklung des Stadtteils werden während der Konferenz in moderierten Arbeitsgruppen (Wohnen und Infrastruktur, Stadtteilleben, Energie/Klima/Mobilität, Lokale Ökonomie, Partizipation, Freiraum etc.) besprochen und deren Umsetzung konkretisiert.

Februar

Die am Schlaatz tätigen Wohnungsunternehmen befürworten ein Planungsverfahren mit öffentlicher Beteiligung, um Schwerpunkte der künftigen Entwicklung zu diskutieren und festzulegen. Dabei sollen soziale, wohnungswirtschaftliche und bauliche Aspekte in einer Gesamtstrategie berücksichtigt werden. Ziel des Planungsverfahrens ist es, für den Schlaatz eine Vision zu erarbeiten, die an Attraktivität und Kraft der Gartenstadtidee für Drewitz gleichkommt. Diese Vision soll sich in einem Leitbild und in einem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept ausdrücken.

Oktober

Visionenwerkstatt „Schlaatz 2030“: In Kooperation mit der Landeshauptstadt Potsdam und den Stadtteilakteuren und finanziert durch die im Arbeitskreis StadtSpuren zusammengeschlossenen Wohnungsunternehmen wurde über vier Tage ein Wettbewerb mit vier interdisziplinären Teams durchgeführt: Kiezbunt, einem interdisziplinären Zusammenschluss von privaten Personen, die mit Potsdam verwurzelt sind, das junge raumgestaltende Büro BAO – Besondere Aufgaben Organisation, die experimentelle Tinyhouse University sowie das renommierte international agierende Büro Drees & Sommer, das über langjährige Erfahrungen in der Standort- und Projektentwicklung verfügt.

Aufgabenstellung war es die Themenfelder Städtebau, Stadtteilarbeit, Freiraumplanung, Klimaschutz sowie Beteiligung als Eckpunkte einer integrierten Entwicklungsstrategie für den Stadtteil zusammenzuführen. Die Inhalte des Bündnisses beruhen auf diesen Ergebnissen und zielen auf die Fortsetzung der Beteiligung von Akteuren und die Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort ab. „Unsere Vision ist eine Stadt für alle in einer Stadt für alle“

Februar

Der Arbeitskreis StadtSpuren beschließt sich dafür einzusetzen, dass das Förderprogramm „Soziale Stadt“ am Schlaatz erhalten bleibt.

April

Fachgespräch zur Entwicklung am Schlaatz: Veranstalter des Fachgesprächs waren der Arbeitskreis StadtSpuren und der Verein Soziale Stadt Potsdam e.V., unterstützt von der Landeshauptstadt Potsdam.

Juni

Nachbarschaftskonferenz: Das Friedrich Reinsch Haus und das Bürgerhaus am Schlaatz laden zur Nachbarschaftskonferenz. Unterstützt werden sie dabei vom Quartiersmanagement und dem Arbeitskreis StadtSpuren.

November

Die Fachhochschule Potsdam führt das Projekt „Schlaatz mittendrin“ mit Studierenden durch.  Im Rahmen ihres Studiums forschen sie innerhalb der Werkstatt nach Gründen für das oft schwierige Verhältnis der Schlaatzer:innen zu ihrem Stadtteil und danach, was tatsächlich dran ist am schlechten Image des Kiezes.

November

Der Arbeitskreis StadtSpuren fasst den Beschluss eine Stadtteilkonferenz am Schlaatz durchzuführen. Gleichzeitig „soll bei der Landeshauptstadt Potsdam und beim Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung“ die Möglichkeit einer Reaktivierung des Programms „Soziale Stadt“ im Schlaatz recherchiert,“ werden.