Am Mittwoch, den 25. Februar, waren sieben Vorschulkinder der AWO Kita Kinderhafen, der Kiez-Kita des Schlaatzes, gemeinsam mit einer Erzieherin im Stadtteil unterwegs. Ihr Ziel: Umwelt-Detektive werden.
Doch diese Auszeichnung bekommt man nicht einfach so. Sie muss verdient werden.
Die Aktion fand im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung des PlanLabors Am Schlaatz statt und wurde von Vera Volkova begleitet. Auf dem Weg von der Kita zum PlanLabor übernahmen die Kinder verschiedene Rollen: Gefahren-Checker, Ordnungs-Detektive und Wohlfühl-Checker. Mit wachen Augen und viel Neugier erkundeten sie ihren Stadtteil.
Wo ist es schön? Wo fühlen sich Kinder wohl? Wo liegt Müll? Und wo könnte etwas gefährlich sein?
Die Umwelt-Detektive entdeckten unterwegs immer wieder Müll und zeigten sofort, wo etwas verbessert werden könnte. Obwohl der Stadtteil an diesem Vormittag insgesamt erstaunlich sauber wirkte, entging den aufmerksamen Kinderaugen kaum etwas. Gleichzeitig machten sie auch schöne Entdeckungen, zum Beispiel die ersten Frühblüher, die im Stadtteil zu sehen waren.
Eine besonders aufmerksame Entdeckung machten die Kinder an der Mauer zum Friedrich-Reinsch-Haus. Unter den Balkonen des Nachbarhauses lag viel verstreuter Plastikmüll. Den Umwelt-Detektiven fiel sofort auf, dass hier etwas nicht stimmt, und sie meldeten ihre Beobachtung direkt im Friedrich-Reinsch-Haus. Dort erklärte das Team, dass es leider immer wieder vorkommt, dass eine Nachbarin ihren Müll vom Balkon nach unten wirft. Natürlich kann das so nicht bleiben. Gemeinsam überlegte das Team, wie man dafür eine Lösung finden kann, und bedankte sich bei den Kindern dafür, dass sie so aufmerksam waren und auf das Problem hingewiesen haben. Für die Kinder war das ein wichtiges Erlebnis: Ihre Beobachtung wurde ernst genommen und sie konnten wirklich etwas bewirken.
Im PlanLabor angekommen, war klar: Die Kinder hatten ihre Aufgabe gemeistert.
Feierlich wurden sie zu Umwelt-Detektiven des Schlaatzes ernannt. Sie erhielten Buttons, Stifte und kleine Informationsmaterialien, die sie mit nach Hause nehmen konnten. So können sie auch ihren Familien zeigen, worauf man im Stadtteil achten kann und was Kinder selbst beitragen können.
Stolz machten sich die frisch ernannten Umwelt-Detektive auf den Rückweg zur Kita. Dabei fiel sofort auf, dass die Kinder nun mit einem noch aufmerksameren Blick durch ihre Umgebung gingen.
Solche Aktionen zeigen, wie wichtig es ist, Kinder früh zu beteiligen. Wenn sie erleben, dass ihre Beobachtungen ernst genommen werden, entwickeln sie ein Gespür für ihre Umgebung und den Mut, ihre Ideen einzubringen. Gleichzeitig tragen sie diese Erfahrungen auch in ihre Familien und Nachbarschaften weiter.
Für die Vorschulkinder ist diese Aktion eine weitere Gelegenheit, Beteiligung praktisch zu erleben. Später, in der Grundschule und darüber hinaus, können sie auf diesem Wissen aufbauen und sich noch stärker mit ihrem Stadtteil beschäftigen. So wächst Schritt für Schritt ein Bewusstsein dafür, dass jede und jeder etwas zur eigenen Umgebung beitragen kann.





