Am 14. Oktober 2026 stand beim Mitmach-Mittwoch wieder die gemeinsame Nutzung der Aktionsfläche 3 im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Bürgerhaus am Schlaatz luden wir unter dem Motto „Rund um die Allzeitorte“ dazu ein, einen Nachmittag im Reallabor zu verbringen.
Doch was sind eigentlich Allzeitorte?
Ob Baumarkt, Park, Elterncafé oder Nachbarschaftstreff: All das sind Orte, die Menschen ohnehin im Alltag aufsuchen und die Möglichkeiten für Begegnung und Austausch bieten. Die Idee hinter den Allzeitorten ist es, solche vertrauten Alltags- und Freizeitorte gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu langfristigen, offenen Orten des Miteinanders weiterzuentwickeln. Hier sollen Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Ideen für Veränderungen entwickeln können.
Genau hier setzt das Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ der Robert Bosch Stiftung und des Bundesverbands Soziokultur an. Zu den 15 bundesweit für die Konzeptionsphase ausgewählten Vorhaben gehört auch das gemeinsame Projekt „MakeSpace! Demokratie machen.“ zwischen der Medienwerkstatt Potsdam im fjs e. V., des Bürgerhauses am Schlaatz und der RAA Brandenburg. Der MakeSpace! ist eine bestehende offene Werkstatt im Schlaatz, die bereits vielfältige Angebote rund um Technik, Medien und kreatives Ausprobieren bietet. Gemeinsam möchten die Projektpartner den MakeSpace! als offenen Ort für Begegnung, Medienbildung und demokratische Teilhabe stärken und weiterentwickeln. Dabei geht es auch darum, herauszufinden, was sich die Menschen im Schlaatz von einem solchen Ort wünschen und welche Angebote sie brauchen.
Das Potenzial alltäglicher Orte nutzen:
Dieser Gedanke verbindet auch das Reallabor mit dem Projekt der Allzeitorte. Da im Wieselkiez vorübergehend ausprobiert wird, wie eine Straße exemplarisch als alltäglicher Ort zu einem Ort für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten genutzt werden kann. Der Mitmach-Mittwoch bot eine gute Gelegenheit in dem Zusammenhang, das Projekt des MakeSpace! vorzustellen und eine gemeinsame Aktion umzusetzen.
Doch was braucht es, damit aus einem alltäglichen Ort ein Ort der Begegnung wird?
Manchmal reichen schon kleine Impulse, die zum Mitmachen und Verweilen einladen. Dafür hatte das Bürgerhaus am Schlaatz einiges mitgebracht: riesige Seifenblasen, ein Malangebot, Straßenkreide und die Möglichkeit, gemeinsam Vogelfutterkugeln herzustellen.
Besonders schön war zu beobachten, wie Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft Wieselkiez 1A und einem benachbarten Wohnhaus miteinander spielten und kreativ wurden. Beim Malen, Basteln und Spielen entstand dabei ein Moment neuer Begegnung, der über die eigene Hausgemeinschaft hinausging.
Auch mit neugierigen Anwohnenden, die das Geschehen zunächst aus der Ferne beobachteten, entwickelten sich offene Gespräche über die Veränderungen im Wieselkiez und die Nutzung der Straße. Neben dem gemeinsamen Ausprobieren braucht es auch Gelegenheit, um unterschiedliche Sichtweisen und Anliegen auszutauschen. Raum dafür bietet zum Beispiel konkret der nächste Mitmach-Mittwoch am 21. Oktober beim Wieselkiez Dialog.
Der Nachmittag zeigte rückblickend, wie schon kleine gemeinsame Aktionen und etwas Neugier dazu beitragen können, öffentliche Räume neu zu entdecken und Begegnungen im Alltag zu ermöglichen.
Euer Team vom PlanLabor






